Die obersten Stockwerke und der Vorgarten des indonesischen Krankenhauses, in dem mehr als 40 Trauma- und chronisch kranke Patienten sowie medizinisches Personal untergebracht waren, wurden getroffen und waren vollständig vom Stromausfall betroffen.
📍 Indonesisches Krankenhaus — Beit Lahiya, North Gaza
Ausführliche Darstellung
Am 18. und 19. Oktober trafen israelische Angriffe Berichten zufolge alle drei verbliebenen Krankenhäuser im Gouvernement Nord-Gaza: Kamal Adwan, das indonesische Krankenhaus und Al-Awda. Laut Gesundheitsministerium wurden die obersten Stockwerke und der Vorplatz des indonesischen Krankenhauses, in dem sich über 40 Trauma- und chronisch kranke Patienten sowie medizinisches Personal befanden, getroffen und es kam zu einem vollständigen Stromausfall. Zwei schwerkranke Patienten starben daraufhin aufgrund des Strom- und Versorgungsmangels, so das Gesundheitsministerium weiter. Auch das Al-Awda-Krankenhaus und der Laboreingang des Kamal-Adwan-Krankenhauses wurden getroffen, was zu Opfern führte, wie die Al-Awda-Gesundheits- und Gemeindevereinigung und das Gesundheitsministerium mitteilten. Am 21. Oktober gelang es einer komplexen Mission unter der Leitung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Zusammenarbeit mit dem Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), dem Minenräumdienst der Vereinten Nationen (UNMAS) und dem Palästinensischen Roten Halbmond (PRCS), 14 schwerkranke Patienten und 10 Betreuer vom Kamal-Adwan-Krankenhaus in das Al-Shifa-Krankenhaus im Gouvernement Gaza zu evakuieren. Die Mission, die am 20. Oktober von Deir al-Balah aus gestartet war, musste aufgrund heftiger Kämpfe in der Region die Nacht im Kamal-Adwan-Krankenhaus verbringen und konnte erst am folgenden Tag nach Al-Shifa weiterreisen. Am 21. Oktober befanden sich insgesamt noch 100 Patienten im Kamal-Adwan-Krankenhaus, darunter sieben Erwachsene und sieben Kinder auf der Intensivstation. Die Notaufnahme wurde ständig mit neuen Verletzten überflutet; allein zwischen dem 20. und 21. Oktober wurden innerhalb von 24 Stunden rund 200 Traumapatienten eingeliefert, darunter 53 bereits Verstorbene. Am 21. Oktober berichtete der Direktor des Kamal-Adwan-Krankenhauses, dass die Blutkonserven aufgebraucht seien, das medizinische Personal ohne Verpflegung unermüdlich arbeite, zahlreiche Patienten aufgrund der begrenzten Kapazitäten ihren Verletzungen erlegen seien und weitere Verwundete unverletzt auf den Straßen lägen. Unterdessen erschweren Kommunikationsprobleme aufgrund von Internetausfällen die Bemühungen, sich ein Bild von der Lage in den indonesischen und den Al-Awda-Krankenhäusern zu machen, wie der Gesundheitscluster mitteilt. Darüber hinaus sind derzeit keine medizinischen Stationen des UNRWA im Nordgaza in Betrieb.
Quellen
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